Mailänderli – Klassische Schweizer Weihnachtsguetzli

Wenn der Duft von frisch gebackenen Guetzli durch das Haus zieht, beginnt für viele Schweizer Familien die schönste Zeit des Jahres. Mailänderli zählen seit Generationen zu den bekanntesten Weihnachtsguetzli der Schweiz und gehören auf nahezu jeden bunten Adventsteller. Ihr Ursprung reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als feines Buttergebäck vor allem zu festlichen Anlässen gebacken wurde. Charakteristisch sind die zarte Mürbeteigstruktur, die goldgelbe Oberfläche und die liebevoll ausgestochenen Stern-, Tannen- oder Herzformen. Damit die Konturen beim Backen erhalten bleiben, darf der Teig ausreichend ruhen und gut gekühlt werden. Eine dünne Schicht Eigelb verleiht den Mailänderli ihren typischen warmen Glanz und macht sie zu einem Blickfang auf jedem Weihnachtsteller. Beim ersten Bissen zerfallen sie mürbe und butterzart auf der Zunge, begleitet von einem feinen Hauch Zitrone. Zwischen Kerzenschein, Tannengrün und winterlicher Vorfreude erinnern Mailänderli daran, wie viel Wärme und Tradition in einem einfachen Stück Weihnachtsgebäck stecken können.
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 12 Minuten
Gesamtzeit 42 Minuten
Portionen: 50
Gericht: Kekse & Plätzchen, Schweizer Küche, Weihnachtsgebäck, Winterküche

Zutaten
  

  • Für den Teig:
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g feiner Zucker
  • 2 Eier Größe M
  • 500 g Weizenmehl Type 405 oder Schweizer Weißmehl
  • 1 Bio-Zitrone fein abgeriebene Schale
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanillezucker optional
  • Zum Bestreichen:
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Milch oder Wasser

Kochutensilien

  • Küchenwaage & Messlöffel
  • Große Rührschüssel
  • Handrührgerät mit Rührbesen
  • Feine Küchenreibe
  • Teigschaber
  • Frischhaltefolie
  • Nudelholz
  • Weihnachtliche Ausstechformen
  • 2 Backbleche & Backpapier
  • Kleiner Schneebesen & Backpinsel
  • Kuchengitter

Methode
 

  1. Buttermasse aufschlagen
    Ich schlage die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel etwa 3–4 Minuten cremig auf, bis die Masse hell wird. Anschließend rühre ich die Eier einzeln unter und gebe die Zitronenschale sowie das Salz hinzu.
  2. Mürbeteig fügen
    Das Weizenmehl füge ich portionsweise hinzu und verrühre es kurz auf niedrigster Stufe. Sobald der Teig zusammenhält, forme ich ihn zügig mit den Händen zu zwei flachen Teigfladen. Ich knete nicht zu lange, damit der Teig mürbe bleibt.
  3. Teig kühlen
    Die Teigportionen wickle ich in Frischhaltefolie und lege sie für mindestens 60 Minuten in den Kühlschrank, damit die Butter fest wird und sich der Teig gut verarbeiten lässt.
  4. Ausrollen & Ausstechen
    Ich heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Eine Teigportion rolle ich zwischen zwei Bögen Backpapier ca. 5–7 mm dick aus. Mit Plätzchenformen steche ich die Guetzli aus und lege sie mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech.
  5. Bestreichen & Backen
    Das Eigelb verrühre ich gründlich mit der Milch und bestreiche die Guetzli mit einem Pinsel hauchdünn. Auf mittlerer Schiene backe ich die Mailänderli für 8 bis 12 Minuten goldgelb. Nach dem Backen lasse ich sie kurz auf dem Blech fest werden und kühle sie danach auf einem Kuchengitter vollständig aus.
  6. byKochmuffel-Servier-Tipps

    Schweizer Guetzli-Teller
    Richte die Mailänderli zusammen mit Zimtsternen und Brunsli auf einer Etagere an. Die hellen Zitronen-Plätzchen bilden einen wunderschönen farblichen Kontrast zu den dunklen Schoko-Gebäcksorten.
    Elegante Zitronenglasur-Variante
    Bestreiche einen Teil der ausgekühlten Mailänderli mit einer hauchdünnen Zitronenglasur aus Puderzucker und Zitronensaft. So schaffst du eine feine Säure-Variation auf dem Plätzchenteller.
    Selbstgemachte Geschenkbox
    Verpacke die Mailänderli lagenweise mit Pergamynpapier getrennt in hübschen Blechdosen. So eignen sie sich perfekt als hochwertiges Mitbringsel zur Kaffeetafel.

    byKochmuffel-Tipps

    1️⃣ Die Zitronenzucker-Öl-Bindung
    Reibe die Bio-Zitronenschale vorab direkt in den Zucker und drücke beides mit den Fingern durch. Das setzt die ätherischen Öle der Zitrone frei, welche sich optimal im Butterteig verteilen und für ein rundes Geschmackserlebnis sorgen.
    2️⃣ Das Backpapier-Ausroll-System
    Rolle den gekühlten Teig zwischen zwei Bögen Backpapier auf die ideale Dicke von 5 bis 7 mm aus. Dadurch benötigst du kein zusätzliches Mehl mehr auf der Arbeitsfläche, was den Teig sonst trocken und zäh machen würde.
    3️⃣ Die Kälte-Sperre vor dem Backofen
    Stelle die bereits ausgestochenen Mailänderli auf dem Blech vor dem Backen nochmals für 10 bis 15 Minuten in den Kühlschrank. So bleibt die Fettschicht stabil, der Teig verläuft im heißen Ofen nicht und die Ausstech-Konturen bleiben gestochen scharf.
    4️⃣ Das Milch-Eigelb-Finish für streifenfreien Glanz
    Verrühre das Eigelb mit einem Teelöffel Milch und streiche die Mischung hauchdünn mit einem weichen Pinsel auf. Vermeide Pfützen in den Vertiefungen, damit die Guetzli beim Backen gleichmäßig glänzen und keine braunen Brandflecken bekommen.

Notizen

Zubereitungszeit gesamt: ca. 1 Std. 40 Min. (Arbeitszeit: 30 Min. | Kühlzeit: 60 Min. | Backzeit: 8–12 Min. pro Blech)
Haltbarkeit: In einer Keksdose kühl und trocken gelagert 2–3 Wochen haltbar

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